Ich habe in vielen Meetings gesessen, in denen die Richtung abgestimmt war, nur nicht der Weg dorthin.

Ein Problem wird gebrieft, eine Strategie geschrieben und übergeben. Aber dann trifft sie auf das Unternehmen, das tatsächlich existiert. Mit seinen Gewohnheiten, seinen Regeln und seiner eigenen Antwort darauf, wer wirklich entscheidet. Nichts davon steht in der Analyse, und hinterher heißt es, es sei an der Umsetzung gescheitert.

Das stimmt aber selten. Denn jede Einheit entscheidet für sich richtig, nur verknüpft und übersetzt keiner zwischen den Abteilungen. Das fällt lange nicht auf, weil alle für sich ihre Ziele erreichen.

Ich höre nicht bei der Strategie auf. Mit knapp zwei Jahrzehnten an der Schnittstelle von Marketing, Vertrieb, Business Development und Go-To-Market, baue ich Brücken zwischen dem bereits Bestehenden und dem Neuen, der Strategie und der Umsetzung. Als Beraterin für Siemens, BYK-Chemie und die Deutsche Börse. Und mit Ergebnisverantwortung für Agenturen wie fischerAppelt und Publicis.

Wo ich ansetze

Die Signale sind eindeutig: Abteilungen laufen auseinander, das Portfolio ist überdehnt, Kunden wandern ab, das Unternehmen wächst nicht. Was fehlt, ist eine Strategie mit Konsequenz. Dazu gehört, was aufhört, wer entscheidet und wie die ersten Schritte konkret aussehen.

Ich fange mit Gesprächen mit einzelnen Abteilungen an, dazu der Blick von außen auf Markt, Wettbewerb und Kunden. Daraus wird eine Entscheidung, mit der das Unternehmen arbeiten kann und welches dabei hilft, Priorititäten zu setzen.

Ich habe gelernt, dass Schweigen kein Ja ist. Deshalb wird jede Strategie vorher mit jedem Entscheider gegengeprüft. Darauf folgt die Struktur, die die Umsetzung trägt: Wie ein neues Angebot vom Marketing über den Vertrieb bis in das Tagesgeschäft läuft, in welchem Takt nachgesteuert wird, und wie Erfolg bestimmt wird.

Wofür ich verantwortlich war

Eine globale Value Proposition als Geschäftsführerin entwickelt, ein US-Spin-off in das Unternehmen integriert, und das Portfolio für den Deutschen Markt weiterentwickelt.

Eine Wachstumsstrategie als Growth Executive auf einer geschärften Positionierung entwickelt, die Strukturen für Marketing und Business Development aufgebaut, und die Verkaufsargumente dafür geliefert.

Den Go-to-Market einer neuen Marke in einem stark regulierten Konsumgütermarkt geführt, und die Einheit aufgebaut, die sie liefert; über Content, Kampagnen, CRM-Aktivierung und Plattformentwicklung.

Strategie- und Digital-Einheiten für Agenturen aufgebaut, und CMOs in regulierten Branchen beraten; von der Positionierung bis zur Markteinführung.

Die Digitalstrategie für einen globalen Chemiekonzern über Plattformen, Marketing und Vertrieb neu aufgesetzt, und in eine Roadmap über drei Jahre und mehrere Märkte überführt.

Da habe ich gelernt, was eine Entscheidung kostet, wenn man sie selbst liefern muss.

Über mich

Aufgewachsen in den USA und in Frankreich, als Tochter deutscher Unternehmer. Ganz oder gar nicht, und trotzdem beweglich bleiben: So lief das bei uns. Und in drei Sprachen hört man schnell, was in einem Raum nicht gesagt wird.

Marke ist für mich ist die Summe der Entscheidungen, die ein Unternehmen wiederholt trifft. Wer nach außen etwas verspricht, muss innen etwas ändern. Am besten mit Leuten, die lieber hören, was nicht funktioniert, als eine Geschichte, die besser klingt.