Ich halte nichts von Wachstum um jeden Preis.
In den meisten Unternehmen, die ich kennenlerne, funktioniert schon vieles gut. Nur spricht darüber kaum jemand. Berater werden für Probleme geholt, und Wachstumspläne beginnen mit dem, was fehlt, und ein Vergleich, mit anderen. Was sich bewährt hat, kommt in beiden nicht vor.
Ich fange deshalb bei der Substanz an: bei dem, wofür Kunden wiederkommen, und bei dem, was die eigenen Leute gut können. Darauf lässt sich aufbauen.
Gesund ist Wachstum dann, wenn das Unternehmen es aushält. Und die Menschen, die dort arbeiten, es sukzessive beherrschen und weiterentwickeln.
Dann schaue ich, wie viel man sich vorgenommen hat. An Ehrgeiz fehlt es selten. Häufiger hat man sich verzettelt: mehr Produkte, Projekte und Vorhaben, als die Organisation verdauen konnte. Noch eines obendrauf hilft dann nicht. Die Zahlen verraten da genauso viel wie die gelebte Realität.
Und ich frage, was wegfallen kann. Wer nichts beenden kann, sammelt nur an. Platz für Neues entsteht erst, wenn etwas anderes aufhört.
So arbeite ich seit fast zwanzig Jahren. Was auf diese Weise entsteht, hat meiner Erfahrung nach Bestand.